Mittwoch, 3. Mai 2017

wir sind in Lyon auf dem Camping Indigo

Mittwoch, 03. Mai 2017 - es wird nördlich
Camping Indigo in Lyon.
Fahrstrecke: 323 Kilometer

Es wird nördlich! Heute Nacht hatte ich das erste mal nach Spanien die Heizung wieder in Betrieb!
Beim Aufstehen begrüßte uns zwar die Sonne, aber so richtig warm war es noch nicht. Auch unterwegs zeigte das Thermometer zeitweise nur 6°C an. Da waren wir bisher ja besseres gewohnt. 
Die Autobahn war überwiegend Mautfrei, wie schön. Dabei bot sie eine erstklassige Beschaffenheit. So leicht und rüttelfrei kenne ich in unserer Heimat keine Autobahn. Es war eine, auch Landschaftlich, schöne Strecke.
Fotos von Irmgard:
dieses seltsame Gebilde ist ein Baum



Zwar lange Anstiege, die vollen Einsatz der Maschine und geschickt gewählte Getreibeübersetzungen verlangten, aber auch ebenso unendliche Gefällstrecken. Eine Strecke war 11 Kilometer lang mit 6% Gefälle!  
Wir durchquerten auch einen ewig langen Tunnel. Bei Sonnenschein verschwanden wir in der Dunkelheit und kamen nach einer gefühlten halbe Stunde bei Hagelschauer wieder ans Tageslicht! Extrem!
Den Campingplatz erreichten wir nachdem wir erstmal eine Ehrenrunde gedreht hatten. Eine Großbaustelle war die Ursache, die bekannte Straßenführung existierte nicht mehr. Aber wir sind angekommen.
Vorher jedoch machte ich noch einen kleinen Schlenker über die Tankstelle. 
Dafür wurde ich dann gleich zweimal bestraft! Als erstes hat sich das Stützrad samt Klemmvorrichtung total verabschiedet. Ein fetter Hump in der Auffahrt war die Ursache. 
Als zweites zog es mir die Füße weg und ich landete seitlich flach auf dem Betonboden! Mir ist jedoch nichts passiert, alles ist OK. Die Ursache war ein Ölfilm auf dem Boden, der meine Schuhsohlen so richtig rutschig machte. Als ich dann unbedacht über einen Lukendeckel aus Metall schritt, da schmiss es mich lang hin.

Den Schaden am Stützrad konnte ich mit schwerem Gerät dann soweit beheben, dass zumindest die Kurbel wieder einsetzbar ist. Das Rad selbst taugte nur noch für den Müll! Da ich ja einen Tandemanhänger ziehe und der durch die beiden hintereinander liegenden Achsen bei geringer Stützlast schon selbst die Kupplung in der Schwebe hält, kann ich eine gewisse Zeit damit leben.  

Hier am Platz wurden wir mit einem Gewitter sehr unfreundlich empfangen. Das ging aber schnell vorüber und nun lacht die Sonne.
Wir haben Feierabend!

Dienstag, 2. Mai 2017

und es geht wieder weiter gen Norden

Dienstag, 02. Mai 2017 - über Millau weiter.
Stellplatz in La Canourge nur wenige Kilometer neben der Autobahn.
GEO-Daten: 44°12´58,3"N  003°12´42,8"O
Fahrstrecke: 183 Kilometer

Ja, groß Strecke gemacht haben wir heute nicht! Aber ich wollte gerne das Info-Center der Brücke von Millau anlaufen.
Drohende Regenwolken ließen uns schlimmes befürchten! Aber wir sind doch noch vom Regen verschont worden. Vorerst jedenfalls.

Da wir nicht über die Brücke selbst wollten, was der kürzeste Weg gewesen wäre   - das kostet Maut und Irmgard fühlte sich auch nicht wohl dabei - mussten wir erst einmal runter von der Autobahn (übrigens Mautfrei) und uns über steile Serpentinen abwärts zu und dann durch den Ort Millau durchkämpfen. Aufs NAVI konnte ich mich dabei nicht verlassen, der Kasten wollte immer zurück auf die Autobahn!. So fuhren wir mal wieder gefühlt wie in der Steinzeit, nur nach den Hinweisschildern. Und da las ich immer nur "Aire Viaduc". Das musste wohl der Parkplatz sein, den ich mir ausgeguckt hatte. Die Gewichtsbegrenzung von 3,5 to zul. Gesamtgewicht übersah ich dabei geflissentlich. Denn ich bin ja kein Nutzfahrzeug, wie auf den Verkehrsschildern ausgewiesen. In Deutschland wird das natürlich anders gesehen.
Langer Rede kurzer Sinn, ich kam auf dem Parkplatz an und hatte auch reichlich Platz um mein Gespann abzustellen.
Leider war es doch nicht mein geplantes Ziel. Aber so dramatisch war das auch wieder nicht. Wir konnten nach einem kleinen Fußmarsch die gewünschte Information erreichen. Sehr viel schlauer bin ich dadurch auch nicht geworden, denn in deutscher Sprache war keine Info zu erhalten. Die Dame an dem Infostand erklärte mir dann, natürlich auf englisch, dass ich diesen Platz nur über die Autobahn und dann auch nur gegen Mautzahlung erreichen könne. Dann haben wir ja alles richtig gemacht! 
Irmgard hat während der Anfahrt noch einige Fotos von der imposanten Brücke gemacht. Die zeigen wir hier:






Als Übernachtungsziel hatte ich einen kleinen Stellplatz im Ort La Canourge, ganz nah an der Autobahn ausgewählt.
Den hat uns das NAVI dann auch einwandfrei präsentiert.
Aber um auf den Platz mit meinem Gespann hineinzukommen, musste ich sehr, sehr weit ausholen und dann kam wieder das übliche: Die Bodenwelle war für meinen "Tieflieger" mal wieder zu hoch. 

Wir kratzten eine Furche in den Asphalt! Aber diesmal hatte der weiter hinten sitzende Hubzylinder für die Kippmechanik Bodenkontankt.
Ist alles heil geblieben, wir haben dann abkuppeln müssen und mit unserem Trailer Seite an Seite eingeparkt.

Mein kleiner Besichtigungsrundgang brachte auch noch ein paar Bilder vom Ort mit heim:



Montag, 1. Mai 2017

Heute wieder Sonnenwetter

Montag, 1. Mai 2017 - Tag der Arbeit. Aber nicht bei uns.

Nee, arbeiten werden wir heute garantiert nicht! 
Als erstes habe ich heute Morgen ein frisches Baguette gekauft. Und dann genossen wir dieses fantastische Backprodukt zum Frühstück! Ein Baguette aus/in Frankreich schmeckt unvergleichlich besser als jedes andere dass wir irgendwo auf der Welt bisher gegessen haben. 

Nachdem der Vormittag langsam in den Mittag hinüber gleitet, machen wir uns noch einmal auf die Socken um die Gegend hier ein wenig zu erkunden. Eines kann ich sagen: touristische Hochburg! Eine Ferienanlage löst die andere ab, ein Campingplatz liegt neben dem anderen. Und auch die so genannten Beach-Resorts  mit den Mobilheimen beherrschen die Szene. Nicht zu vergessen, dass ganze Straßenzüge mit den Verkaufspavillions eingerahmt sind.



hier hat ein Künstler sich im Sand betätigt


Aber das angenehme: Es gibt viele Zugänge zum weißen Strand. Der ist hier sehr, sehr schön, wie auch bei uns zu Hause an der Ostsee!

Gegen Abend ist Irmgard alleine, ohne mich, losmarschiert.
Zum einen möchte sie mal ungestört in den Läden herumstöbern, und zum anderen will sie noch einige Zutaten für den geplanten französischen Abend einkaufen. Nach ewigen Zeiten - ich habe inzwischen schon unsere Campinggebühren in der Rezeption beglichen - erscheint meine liebe Frau schwer bepackt im Wohnmobil. Und sie stöhnt über die hohen Preise, die im Spar-Markt um die Ecke eingefordert wurden. Aus Ermangelung eines Transportbehälters musste sie auch noch eine Tragetasche kaufen und die mit 2,-- € entlöhnen! Na klar, sind wir doch aus Deutschland gewöhnt. Aber bei uns würde das Teil in dieser Qualität um die 60 Cent kosten! Aber es ist so wie es ist!

hier fehlen natürlich noch die Weingläser!

bevor es jemand kritisiert, dieser Wein ist noch ein Mitbringsel aus Spanien

Dafür gab es ein Festessen! Der Geschmack und die Qualität der Lebensmittel hat uns dann doch wieder gnädig gestimmt und den hohen Preis vergessen lassen.
Wir sind rundum satt und zufrieden entschlummert.  
hier hat ein Platzbetreiber auch mal an die großen Wohnmobile gedacht und den Ast abgesägt!


Sonntag, 30. April 2017

Tag zwei in Frankreich

Sonntag, 30. April 2017 -  heute ist Fernsehtag.

Das Wetter hat sich geändert. Stürmischer Wind senkt unsere Laune, wir mögen so die Zeit nicht im Freien verbringen.
Ich selbst bin nicht so traurig darüber, denn heute läuft wieder Formel 1 im Fernsehen. Und später dann noch AutoMobil, meine Lieblingsautosendung. Ich hoffe nur, dass die SAT-Antenne nicht zu sehr wackelt, damit das Bild stabil bleibt. Aber bisher ist alles OK. Und gegen Abend sinkt ja in der Regel die Aktivität der Winde.
Auch unser Trailer eignet sich zur Dekoration durch Irmgards  Blumen
Das Rennen ist zu Ende, Vettel ist diesmal zweiter geworden. Es war ungeheuer knapp. Ein Chance zum Sieg hat ihm Massa vermasselt, indem er in der letzten Runde den führenden Pottas vorbei ließ, aber vor Vettel wieder dicht machte. Das werte ich aber nicht unbedingt als unsportlich, denn um Vettel auch vorbei zu lassen, hätte Massa massiv seine Geschwindigkeit drosseln müssen. Der Rennverlauf hat es so ergeben. Die Spannung am Ende war hoch!
heute wurde sogar im Eiscafe´geheizt.
Nachdem Irmgard während meiner Fernsehzeit gut geschlafen hat, so sind wir danach noch auf die "Piste" gegangen. Im Schwange meines Übermutes - die Waage (lacht ruhig, ich habe im Mobil eine Personenwaage dabei!) zeigte heute Morgen wieder weniger Gewicht an - wollte ich endlich mal wieder ein Eis essen. Das haben wir dann auch so gemacht und ich habe es genossen. Bei Irmgard dagegen folgte die Strafe auf dem Fuße. Es stellten sich wieder Magen- und Darmprobleme ein. Nun liegt sie antriebslos auf der Couch und hofft auf baldige Besserung. 
Das wünsche ich ihr natürlich auch!

Und die Sensation: Ich habe das erste Mal im Leben eine Auster geschlürft! An einem am Wege aufgestellten Kiosk für Meeresspezialitäten habe ich wohl so massiv auf die dort ausliegenden Austern geschaut, dass mir der Verkäufer zeigte wie dieses Schalentier geöffnet wird, hat das Muschelfleisch herausgelockert und mir zur Verkostung gereicht! Ergebnis: Ich konnte es verspeisen, aber ein Fan bin ich dabei nicht geworden!
Der Ort der Versuchung - die erste Auster meines Lebens verspeist.

Gerade kam zum kräftigen Sturm auch noch ein heftiger Regenschauer hinzu. Jedoch war der nur ganz kurz.
Und witzig dabei, es hat sich der Sturm unmittelbar darauf schlafen gelegt.
So werden wir den Feierabend im Bett verbringen und die "Honigfrauen" anschauen, während ich die Sendung "Grill den Henssler" aufzeichne. Die ziehen wir uns dann später am Abend rein!

Samstag, 29. April 2017

wir sind heute vom Stellplatz auf einen Campingplatz umgezogen.

Samstag, 29. April 2017 - das Schicksal geht manchmal seltsame Wege.
Camping Beauregard Plage
GEO-Daten unseres Aufenthaltsortes:
43°18`53" N      03°33´04" O

Unser Schicksal näherte sich heute Vormittag in Form einer weiblichen Person auf dem Fahrrad. In französischer Sprache schwadronierte die Dame auf mich ein. Natürlich verstand ich nichts. Der Redefluss wurde daraufhin lauter und intensiver! Was will diese Dame von mir? Natürlich konnte ich es mir anhand ihrer Gesten denken. Aber kann sie das erwarten? Auf meine Fragen in englisch hatte sie auch keine Reaktionen parat. Irgendwann verließ sie wutentbrannt den Ort und radelte davon. 
Natürlich wollte sie es nicht dulden dass wir mit unserem Trailer einen ganzen Stellplatz belegten. Aber da es auch noch zwei weitere Mobilisten auf dem Platz gab, die es uns gleich getan hatten, aber nicht von ihr angesprochen wurden - es waren Franzosen - sah ich im Moment auch keinen Handlungsbedarf! 
Da wir sowieso gerade im Begriff waren einen Spaziergang zu machen, marschierten wir los. Und wie das nun mit dem Schicksal so ist, stolperten wir förmlich über einen wunderbaren Campingplatz, keine 300 Meter entfernt.
Die junge Dame in der Rezeption sprach perfekt deutsch, ohne Akzent. So klappte die Verständigung perfekt. Sie gab uns eine Lageplan mit freien Parzellen in die Hand und wir durften uns einen geeigneten Platz aussuchen. Super!

Irmgard und ich waren uns sofort einig. So verholten wir unser Mobil hierher und sind nun happy über diesen schönen und ruhigen Ort!


die Markierung zeigt unseren Stellplatz

Die Linie zeigt den Weg vom WoMo-Stellplatz bis zum Campingplatz.

Nach einer Phase der Erholung machten wir uns wieder per Pedes auf den Weg um ein Lokal zu suchen, in dem wir das schon gestern erwähnte Muschelgericht erhalten konnten.



Dreimal lang hingeschlagen, und wir hatten unser Restaurant gefunden. Wir leben wie "Gott in Frankreich"! Ist das schön.
Und die Sonne lacht dazu!
Ja, liebe Leute, da hatten wir mal wieder was neues zu berichten - und das überwiegend positiv. So gefällt uns das Leben. 

Freitag, 28. April 2017

Bonn journée, wir sind in Frankreich

Freitag, 28. April 2017 - wir sind in Marseillan Plage auf dem Stellplatz
GEO-Daten: N 43°19´02"  O 03°32´55"
heute 374 Kilometer Fahrstrecke 

Da ich heute wieder den Trailer abhängen musste, fiel mein Blick auf das Stützrad. Das hat in Spanien aber gelitten! Diese verfluchten Humps auf den Straßen. Gerade in Cambrils waren die so extrem hoch, dass ich es richtig deutlich gespürt habe, wie das Deichselrad aufgesetzt hat. Trotz Schleichfahrt über diese absolut unsinnigen Hindernisse!

Dafür lief die Fahrt heute glatt - mit Ausnahme meiner Zickzackfahrt auf der Autobahn. Der böige Wind blies mächtig. Dazu schien aber die Sonne kräftig, sehr zur Erbauung unser guten Laune. 
Die Berggipfel im Hintergrund sind noch vom Schnee bedeckt

Den Stellplatz haben wir sofort gefunden, und auch die Einfahrt war von uns direkt ausgemacht! Erstmal habe ich zugeschaut wie andere Camper den Automaten bedienten. Personal ist nicht vorhanden. Aber am Display kann man sogar die deutsche Sprache anklicken. Sodann wird man durch das Menü geführt. Alles klar, ich rangiere vor die Schranke, stecke meine EC-Card in den Schlitz und handle so wie mir angezeigt wird. Hurra, es hat funktioniert und der Automat spuckt meinen Beleg aus. Frohgelaunt besteige ich das Wohnmobil, lege den Gang ein und.........
das kann doch nicht wahr sein! Die Schranke hat sich geschlossen, und ich sitze fest!

Denn hinter mir stauen sich schon die nächsten Gäste. Die Straße ist auch nicht so breit, dass ich mit dem Gespann zurücksetzen könnte. Und nun?
Der nachfolgende Camper ist ein Franzose. Der telefoniert mit der Verwaltung und erklärt das Problem. Ergebnis: Ich soll warten, es kommt jemand. Nach etwa einer viertel Stunde erscheint tatsächlich eine kompetente Person. Die nimmt meinen Beleg, gibt am Automaten an der Tastatur irgendwas ein, und Sesam öffne dich, die Schranke geht hoch, ich kann einfahren.

Nachdem wir eingeparkt haben machen wir als erste eine Kaffeepause. Was wollen wir weiter unternehmen? Wir besuchen die Touristeninformation direkt nebenan. Dabei schauen wir uns auch auf dem Stellplatz ein wenig um. Alles in französischer Hand!

Irmgard gelüstet es nach Muscheln essen in einem Restaurant. Aber..... es ist hier noch extremer als in Spanien.
Abends öffnen die Gaststätten erst um 21.00 Uhr. Da können wir doch nichts mehr an Speisen zu uns nehmen. So werden wir dann Morgen zur Mittagszeit einen neuen Versuch starten. Das Restaurant und das Gericht haben wir uns schon ausgesucht: Muscheln in Roquefortsauce.

Wir gehen dem Geruch der Seeluft nach und kommen tatsächlich  ans Wasser. An der Bar ein kleiner Campari-Orange hebt unsere Laune. 

So haben wir nach diesem Spaziergang einen ersten Eindruck von dem Ort erfahren.

Voll auf Tourismus ausgerichtet. Und auch um diese Jahreszeit schon "Fullhouse". Und anders als in Spanien treffen wir kaum deutsche Landsleute.

Zurück am Mobil bekommen wir etliche Besuche von Händlern die ihre Waren anbieten. Ein cleveres Bürschen war auch dabei. Der stand vor meinem Anhänger mit dem Smartphone in der Hand und hantierte damit herum. Passt es ihm nicht, dass mein Trailer hier einen Stellplatz blockiert?
Ich spreche ihn an ob es ein Problem gibt. Er verneint das und drückt mir sein Handy an mein Ohr. Und was höre ich?
Eine Damenstimme in perfektem Deutsch bietet frische Austern und erlesene Weine an! So geht das heute!

Und so langsam legt sich die Betriebsamkeit auf diesem Wohnmobilstellplatz und wir gehen zum Feierabend über. 
Vogelperspektive von unserem Stellplatz. Hier habe ich markiert, wo wir jetzt tatsächlich stehen.


Donnerstag, 27. April 2017

wir sind unterwegs

Donnerstag, 27. April 2017 - wir haben unseren Termin für die Abreise eingehalten.
GEO-Daten: N 42°09´58.7"
                     O 001°27´24.5"
                     384 Kilometer vom Kiko
Es ist 18.00 Uhr und die Sonne lacht! Nur gar so viel haben wir nicht davon, da wir im Pinienwald stehen - auf einem Stellplatz in Creixell - Roda de Bera. Erklärung warum, erfolgt im weiteren Text.

Doch nun erstmal zu heute Morgen. Das Wetter war grausam. Es regnete in einer Tour. Aber wir sind ja hart gegen uns selbst und haben uns auf die Socken gemacht. 
Irmgard mit dem ASTRA vorweg um den Schlüssel für den Parkplatz zu holen. Ich dann mit mit dem Concorde und Bernd auf dem Beifahrersitz hinterher. 

Auf dem Anhängerplatz empfing uns tiefer Matsch mit vielen Pfützen. Schon waren die Schuhe davon gezeichnet!
Alles andere ging problemlos: Trailer auf die Straße ziehen, abkuppeln und an das Wohnmobil anhängen, den PKW auffahren und Schlußendlich die Ladungssicherung. Und alles in strömendem Regen! Jetzt nur noch kurz Beleuchtungstest, und schon hatten wir den Salat! Das linke Rücklicht brannte nicht! Und es war auch nicht zu bewegen seine Pflicht zu erfüllen und zu leuchten! Der vorhandene Steckkontakt - Scheißkonstruktion, wird immer eine Fehlerquelle bleiben. Das werde ich im Sommer noch ändern. Gestartet sind wir dann einfach so, ohne funktionierende Beleuchtung. Hat auch keiner gemerkt, sind von der Policia unbehelligt geblieben.

Wir sind also zügig auf die Autobahn gefahren und gut vorangekommen. Der Regen hat uns bis etwa Castellon begleitet. Aber ein wenig feucht blieb es immer noch.
Zu unserem Ziel in Cambrils hat uns das NAVI gut geführt. Bis, ja bis eine Eisenbahnüberführung kurz vor dem Stellplatz meinen Vorwärtsdrang abrupt einbremste! Da führt doch ein Weg, kurz zwar, aber steil wie die Eiger-Nordwand hinauf über eine Eisenbahnquerung und bildet dabei so einen Buckel, dass mein Gespann nicht ohne Bodenberührung darüber hinweg fahren konnte! Meine ich jedenfalls, denn probiert habe ich das lieber nicht. Und wie hoch sind eigentlich die elektrischen Oberleitungen angebracht? 
Man stelle sich mal vor, ich versuche es, bleibe auf den Geleisen hängen und sitze fest, während mit hoher Geschwindigkeit ein Zug herangedonnert kommt?!
Also kurz: Ich hatte Schiss und habe den Rückwärtsgang eingelegt!

hier aus dieser Perspektive sieht das noch gar nicht so dramatisch aus. Aber es täuscht! 

Doch nun kam eine weitere Herausforderung auf mich zu: Ich musste mit dem Gespann rückwärts auf die Landstraße rangieren! Vom Fahren her ja kein Problem, aber die heranrasenden Autos!? Manchmal hilft nur Abgebrühtheit!

Um es nicht noch in allen Einzelheiten auszuschmücken, hier die Kurzform. Drei weitere Versuche nun auf Campingplätzen unterzukommen scheiterten entweder, weil die Brückenunterführung zu niedrig war, oder weil man uns keinen Platz geben wollte. Jedenfalls durfte ich heute reichlich rückwärts rangieren und wenden!

Nachdem wir uns dann eine gefühlte halbe Stunde an den Straßenrand gestellt hatten um Alternativen im Internet oder Handbuch zu suchen, entschieden wir uns für diesen Platz auf dem wir uns jetzt befinden. Aber auch den haben wir nicht auf Anhieb gefunden. Der liegt nämlich abseits einer Hauptststraße. Und eben von dieser Straße führt ein kleiner unscheinbarer Weg zu einer Häusersiedlung und eben diesem Stellplatz.




Der ist einfach, aber hat alles was man zur Übernachtung benötigt. Der Platzverwalter ist ein junger Mensch, sehr freundlich und hilfsbereit. Auf sein Angebot, ein Kabel für die Fernsehnutzung zur Verfügung zu stellen haben wir verzichtet. Heute bleibt die Glotze mal aus.
Meine erste Amtshandlung: Die Leuchte reparieren. Jetzt funktioniert jedenfalls die Hauptleuchte, die Begrenzungsleuchte bleibt weiterhin dunkel.